Gestern bin ich zusammen mit einem
Kollegen in Vancouver angekommen. Seit heute findet hier die
112. Flugplankonferenz statt. Dort treffen sich zweimal im Jahr alle
Flugplankoordinatoren mit Vertretern aller großen Fluglinien, um die Flugplanung für die jeweils nächste Saison zu koordinieren.
Das Tagungshotel liegt direkt am Coal Harbour, und so lassen sich die Pausen bei herrlichem Wetter dort ausgiebig genießen.
Gestern Abend forderte der Jetlag noch seinen Tribut, doch heute gehen wir los, um uns die Stadt näher anzuschauen. Wir streifen zunächst ein wenig durch Downtown und erklimmen dann den
Habour Centre Tower. Von der Aussichtsplattform im 50. Stockwerk hat man einen guten Überblick über die Stand und die Umgebung Vancouvers.
Nach einem weiteren Tag auf der Konferenz fahren wir am Abend mit dem Sea Bus nach North Vancouver. Mit der Seilbahn geht es auf den 1250m hohen
Grouse Mountain, dem Hausberg Vancouvers. Dort oben, knapp unterhalb des Gipfels, liegt ein Restaurant, von dem aus man einen wunderschönen Blick über die Stadt und die English Bay bis hinaus auf die Strait of Georgia hat. Am Horizont kann man bereits Vancouver Island sehen. Eine schöne Kulisse für das Abendessen.
Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg Richtung
Granville Island, südwestlich von Downtown auf der anderen Seite des False Creek. Vom Sunset Beach Park aus nehmen wir eine dieser kleinen Fähren, die wie Busse auf dem Wasser einen regelmäßigen Liniendienst über verschiedene Stationen entlang des False Creek anfahren.
Granville Island war früher ein Industriegelände. Seit den 1970er Jahren hat sich hier ein kleiner, aber sehr interessanter Stadtteil mit Geschäften, Theatern, Galerien, Restaurants und einem Jachthafen entwickelt. Sehr beliebt ist auch der Granville Island Public Market. Wir genießen den lauen Abend bei Spargel und Lachs auf der Terrasse von
Bridges.
Nach dem Essen laufen wir über die Granville Bridge wieder zurück Richtung Downtown.
Am Morgen mache ich mich nochmal alleine auf den Weg nach Granville Island. Ich möchte den Markt besuchen, der am Abend zuvor leider schon geschlossen hatte. Neben frischem Obst und Gemüse werden hier vor allem Meeresfrüchte angeboten. Daneben gibt es zahlreiche kleinere Imbisse für ein zweites Frühstück oder kleines Mittagessen.
Den Nachmittag nutze ich für einen ausgedehnten Spaziergang durch den Stanleypark. Der Park, der sich westlich an die Innenstadt anschließt, ist ein beliebtes Erholungsgebiet. Der Wald war lange Zeit im Besitz der britischen Marine, die ihn als Reserve zur Reparatur von Schiffen bewirtschaftet hat. Heute finden sich im westlichen Bereich noch einige mächtige Rot-Zedern und Douglasien.
Vom Brockton Point im Osten der Halbinsel hat man vor allem abends man einen schönen Blick über die Skyline von Vancouver. Dort befindet sich auch die
9 o'clock gun, eine alte Kanone aus dem 19.Jh., die heute noch jeden Abend um 21Uhr abgeschossen wird. Solange wollte ich jedoch nicht bleiben, und hören kann man die Kanone im ganzen Hafen.