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Litchfield National Park & Darwin

8. November 2002

Magnetic Termites bei Batchelor

Heute steht vor allem Entspannen auf dem Programm. Wir fahren in den Litchfield National Park, südwestlich von Darwin. Fährt man die Route über Batchelor, so kommt man kurz hinter dem Ort an einem größeren Feld von Termitenbauten vorbei.

Es handelt sich um Bauten der so genannten Magnetic Termites. Diese sind nicht so groß wie die der Cathedral Termites, dafür aber nicht weniger interessant. Sie sind relativ schmal, mit zwei glatten Seiten, und stehen ziemlich genau in Nord-Süd-Richtung, was den Termiten auch ihren Namen eingebracht hat.

Magnetic Termites bei Batchelor

Der Grund für diese Bauweise ist das Klima mit Temperaturen von über 35 Grad am Tag und oft unter 10 Grad in der Nacht. Morgens und Abends, wenn die Sonne tiefer steht und weniger Kraft hat, strahlt sie auf die Seitenflächen und erwärmt das Innere des Baus. Mittags aber, wenn die Sonne am höchsten steht, ist die beleuchtete Fläche minimal und der Bau wird nur sehr wenig erwärmt. Auf diese Weise schaffen es die Termiten, im Innern eine fast konstante Temperatur zu halten. Interessant ist, dass die Termiten durchaus in der Lage sind, auch örtliche Gegebenheiten wie zum Beispiel vorherrschende Windrichtungen zu beachten. Manche der Bauten weichen bis zu 10 Grad von der Nord-Süd-Richtung ab. Dies betrifft aber nur das Äußere des Baus, die Gänge im Innern bleiben trotzdem streng nach Norden ausgerichtet. Dabei orientieren sich die Termiten am Magnetfeld der Erde.

Cathedral Termites bei Batchelor
Tolmer Falls

Am Rand des Feldes, direkt neben dem Parkplatz, stehen auch ein paar mächtige Bauten der Cathedral Termites. Von den Termitenbauten aus geht es als nächstes zu den Tolmer Falls. Der See und der Wasserfall selbst sind jedoch nicht zugänglich, da dort eine geschützte Fledermausart lebt, die nirgendwo sonst auf der Erde vorkommt. Man kann nur am Rand des Plateaus der Table Top Ranges entlang gehen und einen Blick in die Tiefe werfen. Von dort bietet sich übrigens auch ein schöner Blick über die Monsunwälder des Parks.

Die erste Gelegenheit zum Schwimmen haben wir bei den Wangi Falls. Man kann dort sogar ein Stück weit entlang des Wasserfalls hochklettern und in kleineren aber tiefen Becken baden. Da die Felsen ziemlich glatt und glitschig sind, muss man natürlich ziemlich aufpassen. Oberhalb des Wasserfalls auf dem Table Top Plateau, bietet sich einem ein vollkommen anderes Bild als unten. Die Landschaft ist sehr viel felsiger, der Fluss fließt gemächlich durch ein sehr flaches Bett. Verbrannte Baumstämme deuten auf einen kürzlichen Waldbrand hin.

Wangi Falls
Florian beim Baden bei Wangi Falls
Zufluß zum Wangi Falls
Pflanze am Zufluß zum Wangi Falls

Von den Wangi Falls aus fahren wir als nächstes zu den Florence Falls. Es ist schon später Vormittag und daher sind hier deutlich mehr Touristen am See. Der Litchfield National Park ist auch bei den Einwohnern von Darwin ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Florence Falls
Florence Falls
Zufluß zum Florence Falls

Die letzte Station im Park sind die Buley Rockholes, einer Kaskade aus vielen kleinen Wasserfällen, in denen man wunderbar relaxen kann. Eine sehr angenehme Art, den Urlaub ausklingen zu lassen.

Buley Rockholes
Buley Rockholes

Trotzdem müssen wir die Rockholes irgendwann verlassen und uns auf den Rückweg nach Darwin machen. Wir beeilen uns, damit wir es noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Mindl Beach schaffen.

Sonnenuntergang am Mindl Beach
Sonnenuntergang am Mindl Beach
Sonnenuntergang am Mindl Beach

Als wir anschließend wieder an der Jugendherberge ankommen, gehen wir als erstes zum "Possum Tree". Wir waren schon vor ein paar Tagen dort, aber damals waren die Tiere nicht zu sehen. Heute sind sie deutlich aktiver. Der Possum Tree steht mitten in der Stadt an der Mitchell Street. Auf dem Baum wohnen zahlreiche Bushtail Possums. Tagsüber verstecken sie sich in den oberen Bereichen des Baumes, aber am Abend kommen sie herunter und lassen sich von den Passanten füttern.

Auf dem Possum Tree
Auf dem Possum Tree
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10. November 2002

Gestern haben wir nur ausgespannt, sind durch die Stadt gelaufen und haben ein wenig eingekauft. Heute nun ist mein letzter Tag des Urlaubs, aber der Flug geht erst um Mitternacht. Nach dem Packen und Auschecken machen wir uns auf den Weg in den Botanischen Garten. Neben vielen interessanten einheimischen Pflanzen kann man dort auch einen Baum sehen, der beim Wirbelsturm Tracy 1974 umgestürzt ist. Der Baum hat den Sturm jedoch überlebt und wächst immer noch. Heutzutage gibt es ein Gerüst zwischen den Ästen. Nicht, um den Baum zu stützen, sondern um ihn leichter besichtigen zu können.

Echse im Botanischen Garten
Klettergerüst in einem umgestürzten Baum
Blüte im Botanischen Garten
Blüte im Botanischen Garten
Blüte im Botanischen Garten

Am Abend machen wir uns auf den Weg zum Flughafen. Meine Maschine nach Sydney geht kurz nach Mitternacht. Florian dagegen hat noch gut 5 Monate in Australien vor sich.

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